MPU nach Straftaten

Geprüft wird, wie Sie unter Druck reagieren

Straftaten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr sind ein eigener Anordnungsgrund – Nötigung, Unfallflucht, Beleidigung, tätliche Auseinandersetzungen. Was sie verbindet: In allen Fällen ging es um einen Moment, in dem etwas gekippt ist.

Deshalb steht hier weder Konsum noch Fahrverhalten im Mittelpunkt, sondern Ihr Umgang mit Konflikten. Die Begutachtungsstelle will wissen, was in dieser Situation in Ihnen vorging, ob es vergleichbare Situationen vorher gab, und was heute passieren würde.

Das ist für viele der unangenehmste MPU-Anlass, weil es persönlicher wird als bei einem Promillewert. Es hat aber auch einen Vorteil: Es gibt keine Laborwerte, auf die man warten muss. Was zählt, ist die Auseinandersetzung mit dem, was passiert ist – und dafür brauchen wir keine zwölf Monate.

Worauf die Begutachtungsstelle schaut

Wie es abläuft

Vier Schritte – vom ersten Anruf bis zum Termin bei der Begutachtungsstelle.

  • Erstgespräch

    Sie erzählen so viel, wie Sie möchten. Für den Anfang genügt die Anordnung.

  • Aufarbeitung

    Wir gehen die Situation durch, ohne sie zu bewerten. Ziel ist, den Punkt zu finden, an dem eine andere Entscheidung möglich gewesen wäre.

  • Vorbereitung

    Wir üben, das so zu schildern, dass es weder beschönigt noch übertrieben klingt. Beides fällt auf.

  • Begutachtung

    Sie gehen mit einer Darstellung hin, hinter der Sie stehen können.

Häufige Fragen

Es gehört zur Schilderung, trägt aber nicht als Erklärung. Die Begutachtungsstelle prüft nicht, wer im Recht war, sondern warum Sie in dieser Lage so reagiert haben. Wer beim „der andere war schuld" stehen bleibt, kommt selten weiter.

Nicht automatisch. In manchen Fällen ist ein Anti-Aggressions-Training oder eine therapeutische Begleitung sinnvoll, in vielen nicht. Falls es sinnvoll ist, sage ich es Ihnen - und verweise an entsprechende Stellen. Ich behandle nicht, ich berate.

Dann prüft die Begutachtungsstelle beides, und die Anforderungen addieren sich - inklusive möglicher Abstinenznachweise. Das ist aufwendiger, aber machbar. Wichtig ist, es von Anfang an mitzudenken statt es zu übergehen.

Nein. Ich habe kein Interesse daran, Sie zu verurteilen - das haben andere Stellen schon erledigt. Meine Aufgabe ist, dass Sie im Gespräch mit der Gutachterin nicht ins Schleudern kommen.

Der nächste Schritt

  • Ein Telefonat, in dem Sie nur so viel erzählen, wie Sie möchten
  • Ich sage Ihnen, was in Ihrem Fall geprüft wird
  • Ohne Wartezeit auf Nachweise – wir können sofort anfangen
Felix Pfaffmann, MPU-Berater in Speyer

Felix Pfaffmann

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    Persönliche MPU-Vorbereitung und Suchtberatung in Speyer und Umgebung. Ein fester Ansprechpartner, kurzfristige Termine, kostenloses Erstgespräch.

    Felix Pfaffmann · Zertifizierter MPU-Berater und Suchtberater (Paracelsus Schulen)

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